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Hans und Markus berichten von ihrer Mongoleireise im Mai 2018

Wiedereinmal sind wir überwältigt von der Mongolei und staunen über Gottes Kreatur und sein Wirken im Leben von unseren Freunden

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Zusammen mit einer Mitarbeiterin des Gehörlosenprojektes besuchten wir Darkhan (die Eisenstadt). Eine Bekannte mit ihrem 3-jährigen gehörlosen Kind traf uns nachts im Hotel. Ob wir nicht morgen früh mit ihr in den Kindergarten gehen könnten? Die Leiterin ist sehr interessiert an einer Zusammenarbeit mit dem Projekt.

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Die Kindergartenleiterin ist eine sehr engagierte Frau und wir waren beeindruckt, wie sie in zwei Jahren schon zwei Klassen für Kinder mit Behinderungen aufgebaut hat. Noch sind alle Kinder zusammen. "Uns fehlt noch eine Lehrerin / ein Lehrer für Gehörlose", sagte sie. Wir durften ihr den Pfarrer der Gehörlosengemeinde vom Ort vorstellen. Er organisiert auch Schulungen für Familien, in denen einzelne Mitglieder gehörlos sind und lehrt sie Gebärden. Zudem wusste er von zwei gehörlosen Pädagogikstudierenden, die dieses Jahr ihr Studium abschliessen werden. Wer weiss, vielleicht wird eine von ihnen nach Darkhan zurückkehren? Allenfalls suchen wir noch eine Übergangsfinanzierung, bis der Staat die Kosten für einen Gehörlosenlehrer übernimmt.

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Mirja und Nathalie berichten von ihrem Praktikum im Gehörlosenprojekt in der Mongolei (Sommer 2017)

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Was für ein Privileg, einfach die Koffer zu packen und abzureisen! Ohne genau zu wissen, was uns erwarten wird, haben wir uns am 21. Mai 2017 in dieses Abenteuer gestürzt. Gespannt auf das Kommende und das Unbekannte, wurden wir nach unserer Ankunft gleich in unsere Unterkunft gebracht. Die ersten zwei Wochen wohnten wir mit fünf gehörlosen jungen Frauen zusammen. Wir übten uns fleissig in der mongolischen Gebärdensprache. Unsere Mitbewohnerinnen waren sehr offen und herzlich und nahmen sich viel Zeit, uns geduldig diese neue Sprache zu zeigen. Diese zwei Monate waren gefüllt mit Überraschungen und wertvollen Begegnungen.

Wir schauen mit wunderbaren Erinnerungen auf diese Zeit und diese Begegnungen zurück, wurden neu ermutigt und gestärkt im Glauben und sind erfüllt mit Dankbarkeit. Ein paar Eindrücke sind hier noch beschrieben.

Anuujin - das blinde Mädchen hört auf meine Stimme

Zu meiner Gruppe gehörte ein kleines Mädchen, welches blind war. Es war am Lernen, wie mit dem Blindenstock umzugehen. Schon bald haben wir bemerkt, dass sie zwar den Blindenstock in den Händen hält, aber immer nur der Stimme der Lehrerin folgt, anstatt selber nach dem Weg zu tasten. Später, als wir draussen unterwegs waren, hat dieses Mädchen sich oben auf der Rutschbahn gesetzt. Sobald das Mädchen die Stimme der Lehrerin hörte, rutschte sie los. Mirja versuchte zu übernehmen und rief dasselbe Wort wie die Lehrerin. Erst nach einigen Versuchen, und als das Mädchen Mirjas Stimme erkannte, ist sie runtergerutscht. Mirja freute sich sehr darüber, dass dieses Mädchen nun ihrem Ruf folgte. Als wir über dieses Geschehnis nachdachten, wurde uns bewusst, dass Jesus sich genau dieses Vertrauen von uns wünscht. Er ruft uns und es liegt an uns zu antworten und darauf zu reagieren. Wie dieses Mädchen diese neue Stimme kennenlernte, zu Vertrauen begann und eine Reaktion folgte, so ist es mit uns und Gott. Wir wollen ihm in der Gewissheit folgen, dass er uns auf dem richtigen Weg führen wird und wir seinem Ruf vertrauen können.

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Gehörlosenkirche in Ulaanbaatar

Während unserer Zeit in Ulaanbaatar, der Hauptstadt der Mongolei, besuchten wir die Gehörlosengemeinde. Wir erlebten diese Menschen als sehr herzlich und offen. Auch waren sie sehr interessiert, mit uns ins Gespräch zu kommen. Uns fiel auf, dass eine der ersten Fragen, welche sie uns stellten, folgende war: „Wie bist du zum Glauben gekommen?“. Es war ermutigend miteinander über unsere eigenen Glaubensgeschichten auszutauschen und auch vom Gegenüber zu hören, wie sie zu Jesus gefunden haben. Jeder hat seine persönliche Geschichte wie er oder sie zu Jesus finden konnte und jede einzelne Geschichte ist einzigartig und ein Zeugnis. Gottes Wege, den Menschen zu begegnen, sind so vielfältig und faszinierend!

Interessant, interessant, ...

Habt ihr gewusst, dass die 75 Millionen Gehörlosen weltweit eine Bevölkerungsgruppe ungefähr so gross wie Grossbritannien oder Deutschland bilden? Wusstet ihr auch, dass alle Menschen mit einer Hörbeeinträchtigung zusammen (ca. 760 Millionen) die drittgrösste Nation dieser Erde wären? Habt ihr gewusst, dass vor 150 Jahren fast alle Schulen für gehörlose Kinder auch gehörlose Lehrer angestellt hatten, und dass ungefähr 50% der Schuldirektoren gehörlos waren? Sie verwendeten Gebärdensprache und kamen ausgezeichnet zurecht. Als die Hörgeräte „erschienen“, gingen diese wertvollen Fähigkeiten verloren…

Ist euch bekannt, dass nur 7% aller gehörlosen Menschen auf der Welt eine verständliche Sprechweise entwickeln und 3% fliessend eine gesproch ene Sprache beherrschen werden? Wusstet ihr, dass 93% der Gehörlosen weltweit ein Sprachproblem haben, aber eigentlich Meister in non-verbaler Kommunikation sind? Wusstet ihr, dass gehörlose Menschen, mit ihren fast 400 bekannten Gebärdensprachen, selten untereinander einen Dolmetscher zur Hilfe nehmen? Dolmetscher, sagen sie, seien für hörende Menschen, die zu oft miteinander sprechen ohne sich wirklich zu verstehen. Für gehörlose Menschen wäre das Leben viel einfacher, sprächen alle Gebärdensprache. Habt ihr die Schönheit, Einfachheit, Ausdrucksfähigkeit und Kraft der Gebärdensprache bemerkt? Leider bringt uns in einer hörenden Welt die visuelle Gebärdensprache nicht näher zusammen und die visuelle verbale/geschriebene Sprache, sowie Bildung und Sprachunterricht werden lebenswichtig. (B.A.)

 

CMS by: Seruga GmbH Berner Oberland
Quelle: Kindergarten Mongolei (kindergartenmongolei.ch)